2,8 Prozent Schülerzuwachs bei den baden-württembergischen Privatschulen im Schuljahr 2007/08: Diese Entwicklung muss ausgesprochen positiv bewertet werden, denn darin zeigt sich vor allem eine zunehmende Wertschätzung von Eltern und Schülern gegenüber der hervorragenden Arbeit der Schulen in freier Trägerschaft. Anders ist nicht zu erklären, warum die Schülerzahlen an privaten Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen sowie an privaten Gymnasien gestiegen sind, obwohl alle Schularten bis auf die Gymnasien insgesamt rückläufige Schülerzahlen verzeichnen. Ganz offensichtlich nutzen die Privatschulen ihre Freiräume sinnvoll aus, indem sie eine große Vielfalt von Profilen und besonderen Angeboten schaffen, bedarfsgerecht Fördermöglichkeiten entwickeln und pädagogisch sowie methodisch-didaktisch neue Wege beschreiten. Dies alles sind geeignete Maßnahmen, um dem Ideal einer individuellen Förderung aller Schüle-rinnen und Schüler näher zu kommen. Lehren und Lernen darf meines Erachtens nach nie statisch betrachtet werden, vielmehr muss man sich beides als dynamischen Prozess vorstellen, der sich im Spannungsfeld zwischen Erfahrungswissen und kognitivem Neuland bewegt.